Neues JA, neuer Blog
Heute ist es soweit: Der Wegbereit Creative Change Blog erscheint im neuen Gewand! Ein kleiner Schritt für die Menschheit – für mich ein echter Fortschritt.
Warum das so ist und wie du davon profitieren kannst, erfährst du in diesem Text. Natürlich nicht, damit du es genauso machst wie ich.
Aber vielleicht kannst du die eine oder andere Inspiration mitnehmen. Und mal nachspüren oder direkt ausprobieren, ob die Doppelstrategie, die ich unten beschreibe, auch für dich funktioniert.
Beginnen wir mit einer einfachen Frage:
Was bedeutet dir Fortschritt?
Was verbindest du mit dem Begriff – welche kleinen oder großen Veränderungen wünschst du dir für dein Leben? Gibt es eine, die dir jetzt gerade besonders am Herzen liegt?
Für mich war dieser Blog ein solcher Herzenswunsch. Schon vor meiner Existenzgründung war mir klar:
Ich möchte mit der Welt teilen, was mich bewegt und was ich auf meiner Wegbereit-Reise dazulerne. Und ich habe die Voraussetzungen dafür: ich schreibe gern und kenne mich mit der Technik aus.
Et voilà: Was vor gut zwei Jahren nur eine von vielen Ideen in meinem Kopf war, ist jetzt auf den Weg gebracht
Daran zeigt sich: Fortschritt ist immer subjektiv. Ob er nun die Welt verändert oder nicht, Ich feiere diesen Blog! Umso mehr, wenn er deine Welt auf die eine oder andere Weise bereichert. Wenn er auch dich zu Fortschritten ermutigt.
Denn er steht nur stellvertretend für jedes schöpferische Projekt. Allgemeiner gesagt ist Fortschritt „erfolgreiches Vorankommen“, im Kleinen wie im Großen: Etwas besser machen, als es vorher war.
Das Wort enthält sogar einen Hinweis, wie dieser Erfolg zustande kommt:
Er ist die Folge davon, dass du „fort schreitest“. Also dich von einem alten Ort fort- und zu einem neuen Ort hinbewegst. Oder von einem alten Zustand zu einem neuen, von alten Denkmustern und Verhaltensweisen zu neuen, und so weiter.
Unabhängig vom konkreten Thema, um das es dir vielleicht zu Jahresbeginn oder beim späteren Lesen geht: Nur wenn du dich auf den Weg machst, erfolgt auch ein solcher Ortswechsel.
Veränderung? Igittigitt!
Erfolg wünschen sich wohl die meisten.
Fortschritt – da schwingt schon ein bisschen mehr Skepsis mit. Gerade wenn es um technische Neuerungen geht, die ja nicht nur positive Folgen haben. Und auch das Lineare daran stört in einer Zeit, in der Nachhaltigkeitsthemen uns lehren, wieder in Kreisläufen zu denken.
Mal ehrlich: Wie reagierst du auf Transformation – auf tiefgreifende Veränderung? Bei vielen springen da die Alarmglocken an: Nichts gegen ein bisschen Abwechslung. Wirklich ändern sollen sich dann aber doch idealer Weise nur die anderen (oder die Umstände).
Sich selbst verändern möchten die meisten Menschen nur, wenn es „gerade nicht so läuft“. Viele denken sogar erst dann darüber nach, wenn es schon „nicht mehr so weitergehen kann“. Wenn das Leben sie verwarnt, mit Bankrott, Beziehungsdrama oder Burnout.
Ansonsten soll es doch bitte hübsch so bleiben wie es ist. Denn nicht jede Veränderung bedeutet Fortschritt zum Guten. Wenn du dich bewegst riskierst du auch, dass es da, wo du ankommst, nicht so schön ist wie da, wo du aufgebrochen bist.
Vielleicht klingt das ein bisschen widersinnig: Erfolg herbeiwünschen und gleichzeitig den Status quo nicht aufgeben wollen.
Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass …
Und doch ist es menschlich. Veränderungen sind ambivalent. Es kann herausfordernd sein, die klare innere Zusage zu entwickeln die es braucht, um wirklich einen neuen Weg einzuschlagen.
Die ehrliche Reaktion ist meist eher „hmmmmh, müsste man eigentlich schon mal machen“ – und nur selten „JA, los geht‘s“.
Widersprüche und Weg-Bereitschaft
Im Coaching geht es oft um solche Ambivalenzen: um widersprüchliche Wünsche und Anforderungen an dich, sei es von anderen oder von dir selbst.
Und es geht auch darum, die verschiedenen inneren Stimmen nicht länger als Hindernis oder „Entscheidungsschwäche“ zu sehen. Sie können wertvolle Ressourcen sein, um eine insgesamt stimmige Erfolgsstrategie für dich zu entwickeln.
In diesem Artikel berichte ich von meinem persönlichen Umgang damit. Von meiner Arbeit am eigenen Fortschritt und von ein paar Widersprüchen, die ich dafür auflösen „durfte“. Davon, was diesen Blog überhaupt möglich gemacht hat.
Ambivalenz als Ausgangspunkt
Am Anfang stand auch bei mir ein großes „ja aber“. Die ersten beiden Jahre als Unternehmer waren einerseits großartig, bunt, aufregend, lehrreich.
Ich hatte wunderbare Coaching-Klient:innen, die Beeindruckendes erreicht haben. Und darüber hinaus viel Raum, meine sonstigen Talente zu leben:
- Ich konnte kreativ arbeiten, habe Seminare gegeben, Webseiten entwickelt, Videos geschnitten, eine CD co-produziert
- Als Pianist war ich auf Tour von Dresden bis Wien und durfte immer wieder dazu beitragen, mit dem transformativen Zauber der Musik ganz wunderbare, herzoffene Menschen noch ein bisschen wunderbarer und herzoffener zu machen
- Mit Christoph Harrach habe ich im Herbst die KarmaKonsum X Online-Konferenz mit über 4.500 Teilnehmer:innen organisiert
- Und es gäbe noch so viel mehr zu berichten, nicht zuletzt vom Ehrenamt hier vor Ort für den famosen Musikclub Red Horn District
Unterm Strich war da jede Menge Fortschritt und jede Menge Creative Change. Ich habe sehr genossen, mein Ding zu machen. Einerseits.
Andererseits war die Gründungsphase auch auf vielen Ebenen anstrengend. Dazu kam ein familiärer Pflegefall, der es nicht leichter gemacht hat. Die Umstände heißen nicht nur so, weil sie um uns herumstehen. Sie wirken oft im wahrsten Sinne des Wortes umständlich.
(Keine) Zeit für Neues – Fortschritt, aber wann?
Nicht nur in der Gründungsphase eines Unternehmens ist es herausfordernd, mit solchen Anstrengungen einen guten Umgang zu finden.
Vielleicht kennst du das auch: Es gibt immer etwas, das du noch tun wolltest, könntest, müsstest. Ein kreativer Geist braucht aber auch Wellness, Kontemplation, Muße. Das ist keine Faulheit – es ist vielmehr eine Erfolgsbedingung. Aber wie bringt man beides unter einen Hut?
Vermutlich habe ich im Lauf meines Berufslebens wenige Sprachbilder häufiger benutzt als die Metapher aus der Holzverarbeitung:
„Wir müssen mal wieder die Säge schärfen“, sagt der eine Holzarbeiter. Daraufhin seine Kollegin: „Geht nicht, wir müssen sägen“.
Veränderungen brauchen ein Mindestmaß an Energie. Und manchmal ist wirklich alle Kraft die du aufbringen kannst nötig, um „einfach nur“ zu bewältigen was gerade ansteht.
Dann sägst du nur und schärfst nicht. Und das Sägeblatt wird wieder stumpfer.
Zwei Ausgänge aus dem Teufelskreis
Auf Dauer entsteht so ein un-säglicher Kreislauf – ein Teufelskreis. Wie kannst du daraus aussteigen?
Ich nutze dafür eine Doppelstrategie. Vielleicht sind diese Fragen ja ähnlichen Situationen hilfreich für dich:
- Welche kleinen Veränderungen setze ich jetzt schon um?
- Wann schaffe ich Raum für eine größere Veränderung?
Im ersten Schritt geht es darum, den Leidensdruck kurzfristig zu lindern. „Ein bisschen was geht immer“, und sei es nur einmal am Tag bewusst und tief zu durchzuatmen.
Der zweite Schritt ist dann eine langfristige, nachhaltige Verbesserung. Wie die aussehen soll kannst du mitten im Getümmel meist gar nicht wissen und musst es auch noch nicht entscheiden.
Du entscheidest nur, wann du dir Zeit nimmst, es herauszufinden. Wann du das Suchen neuer Wege und damit eben auch das Herausfinden aus dem Teufelskreis zur Priorität machst.
Wo ein Wille ist …
Wichtig an beiden Fragen ist, dass es nicht um Potenzial geht, sondern um Handlung: Nicht darum, wann du Raum schaffen oder Dinge verändern könntest. Sondern darum, wann du es tust.
Ich frage nicht nach Möglichkeiten, weil Veränderungen oft ganz und gar unmöglich erscheinen. Insbesondere dann, wenn du viel um die Ohren hast.
Stattdessen frage ich nach Entscheidungen, nach deiner Weg-Bereitschaft. Denn selbst wenn du unter der Situation leidest – erst wenn du auf beide Fragen klare Antworten findest, bist du offenbar bereit, wirklich etwas zu verändern.
Wenn du wirklich offen für Transformation bist, fallen dir auch Möglichkeiten ein. Weil du dich nicht mehr darauf fokussierst, wie „unmöglich“ deine Situation ist und warum du „unmöglich“ etwas daran ändern kannst. Sondern darauf, wie du eine kleine und wann du eine große Veränderung möglich machst.
Bist Du Weg-bereit?
Wie sieht es denn jetzt im Moment aus – gibt es etwas, das du wirklich ändern möchtest?
Vielleicht hast du zum Jahresbeginn gute Vorsätze gefasst. Vielleicht auch schon die Erfahrung gemacht, dass es damit allein nicht getan ist.
Wenn du magst, such gern einmal nach deinen persönlichen Antworten auf beide Fragen. Das kann ganz schnell gehen:
Eine ruhige Minute, ein erste kleine Andershandlung und ein Termin im Kalender für die Planung weiterer, möglicherweise größerer Schritte. Und schon kannst du dich wieder dem widmen, was dich bisher von der Veränderung abgehalten hat.
„Bisher“ ist dann allerdings vorbei: Du hast den ersten Schritt eines neuen Weges gemacht. Glückwunsch, wenn du dich das traust!
Du hilfst dir damit, eine Selbstwirksamkeits-Überzeugung aufzubauen: die auf positiver Erfahrung beruhende Erwartung, dass du es schon hinbekommen wirst. Die kannst du natürlich direkt wieder abbauen, wenn du den Kalendereintrag dann ignorierst.
Wenn du ihn stattdessen genau so ernst nimmst wie berufliche oder familiäre Termine, stehen die Chancen gut, dass du weitere Schritte gehst. Und wenn du sie gehst, stehen die Chancen gut, dass du dein Ziel erreichst, deine Veränderung umsetzt.
So ist dieser Blog entstanden: Ein Schritt nach dem anderen, vom Konzept über das Design bis zum Schreiben dieses ersten Artikels in der neuen Struktur. Weitere werden folgen, vielleicht nur ein paar, vielleicht auch regelmäßig.
Und ältere Texte, die es bisher nur auf Social Media gab, werde ich mit der Zeit ergänzen, so dass dieser erste „echte“ Blogbeitrag chronologisch vermutlich gar nicht ganz am Anfang stehen bleibt.
Auf solche Feinheiten ein beherztes „better done than perfect“ – lieber jetzt starten als weitere zwei Jahre im stillen Kämmerlein werkeln. Alles weitere lerne ich unterwegs.
Dir wünsche ich richtig viel Freude und Inspiration mit dem Creative Change Blog. Und dazu Fortune für deine eigenen Fortschritte – gutes Gestalten deiner eigenen Geschichte des Gelingens!
