Mein neues JA (1): Ein Fortschritt und seine Geschichte

Feb 12, 2018 | Coaching, Erfolg, Kreativität, Wege

Neues JA, neuer Blog

Heute ist es soweit: Der Wegbereit Creative Business Blog ist da! Ein kleiner Schritt für die Menschheit – für mich ein echter Fortschritt.

Warum das so ist und wie auch Du davon profitieren kannst, erfährst Du in diesem allerersten, dafür gleich zweiteiligen Artikel:

Hier in Teil 1 geht es um Fortschritt und Veränderung und darum, aus welchem Teufelskreis ich dafür aussteigen musste.

Teil 2 dreht sich nächste Woche um das Januar-Experiment: Darum, welchen Weg ich gegangen bin, um in einem Monat mein Leben auf ein völlig neues Level zu bringen.

Beide Teile handeln davon, wie Du das auch erreichen kannst:

Natürlich nicht, indem Du es genauso machst wie ich. Du lebst Dein Leben, da helfen meine Erfahrungen sicher nicht 1:1 weiter.

Aber vielleicht kannst Du die eine oder andere Inspiration mitnehmen. Und mal nachspüren oder direkt ausprobieren, welche der folgenden Strategien auch für Dich funktioniert.

Beginnen wir mit einer einfachen Frage:

Was bedeutet Dir Fortschritt?

Was verbindest Du mit dem Begriff – welche kleinen oder großen Fortschritte wünschst Du Dir in Deinem Leben? Gibt es einen davon, der Dir jetzt gerade besonders am Herzen liegt?

Für mich war dieser Blog ein solcher Herzenswunsch. Schon vor meiner Existenzgründung war mir klar:

Ich möchte mit der Welt teilen, was mich bewegt und was ich auf meiner Wegbereit-Reise dazulerne. Und ich habe die Voraussetzungen dafür – ich schreibe gern und kenne mich mit der Technik aus.

Et voilà: Was vor gut zwei Jahren nur eine von vielen Ideen in meinem Kopf war, ist jetzt auf den Weg gebracht.

Daran zeigt sich: Fortschritt ist immer subjektiv. Ich feiere diesen Blog. Aber ob er die Welt verändert?

Ich wäre schon ganz zufrieden, wenn er Deine Welt auf die eine oder andere Weise bereichert. Wenn er auch Dich zu Fortschritten inspiriert.

Natürlich ist dieser Blog nur ein Beispiel.

Allgemeiner gesagt ist Fortschritt „erfolgreiches Vorankommen“, im Kleinen wie im Großen: Etwas besser machen, als es vorher war.

Das Wort enthält sogar einen Hinweis, wie dieser Erfolg zustande kommt:

Er ist die Folge davon, dass Du „fort schreitest“. Also Dich von einem alten Ort fort- und zu einem neuen Ort hinbewegst.

Oder von einem alten Zustand zu einem neuen, von alten Denkmustern oder Verhaltensweisen zu neuen, und so weiter.

Egal um welches Thema es Dir geht: Nur wenn Du Dich auf den Weg machst, erfolgt auch ein Ortswechsel.

Veränderung? Igittigitt!

Erfolg wünschen sich wohl die meisten.

Fortschritt – da schwingt schon ein bisschen Skepsis mit. Gerade wenn es um technische Neuerungen geht, die ja nicht nur positive Folgen haben.

Aber mal ehrlich: Wie reagierst Du auf tiefgreifende Veränderung? Bei vielen springen da die Alarmglocken an.

Nichts gegen ein bisschen Abwechslung. Aber wirklich ändern sollen sich doch idealer Weise nur die anderen (oder die Umstände).

Sich selbst verändern möchten die meisten Menschen nur, wenn es „gerade mal nicht so läuft“.

Viele denken sogar erst dann darüber nach, wenn es schon „nicht mehr so weitergehen kann“. Wenn das Leben sie verwarnt, mit Beziehungsdrama, Burnout oder Herzinfarkt.

Ansonsten soll es doch bitte hübsch so bleiben wie es ist.

Denn nicht jede Veränderung ist ein Fortschritt. Wenn Du Dich bewegst riskierst Du auch, dass es da, wo Du ankommst, nicht so schön ist wie da, wo Du aufgebrochen bist.

Vielleicht klingt das ein bisschen widersinnig: Erfolg herbeiwünschen und gleichzeitig den Status quo nicht aufgeben wollen.

Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass …

Und doch ist es menschlich – mehr zu diesen Mechanismen sicher in einem späteren Blogeintrag.

Für heute ist nur wichtig: Veränderungen sind ambivalent.

Es ist eine Herausforderung, die klare innere Zusage zu entwickeln die es braucht, um wirklich einen neuen Weg einzuschlagen.

Die ehrliche Reaktion ist meist eher „hmmmmh, müsste man eigentlich schon mal machen“ – und nur selten „JA, los geht‘s“.

Widersprüche und Weg-Bereitschaft

Im Coaching geht es oft um solche Ambivalenzen.

Um widersprüchliche Wünsche und Anforderungen an Dich, sei es von anderen oder von Dir selbst.

Und es geht auch darum, die verschiedenen inneren Stimmen nicht mehr nur als Hindernis oder „Entscheidungsschwäche“ zu sehen.

Sie können wertvolle Ressourcen sein, um eine insgesamt stimmige Erfolgs-Strategie für Dich zu entwickeln.

In diesem Artikel möchte ich Dir von meinem eigenen Umgang damit berichten. Von meiner Arbeit am eigenen Fortschritt und von ein paar Widersprüchen, die ich dafür auflösen „durfte“.

Davon, was diesen Blog überhaupt möglich gemacht hat.

Vielleicht wird am Beispiel meines Januar-Experiments deutlich, welche Power der Weg vom „ja, aber“ zum „JA“ freisetzen kann.

Ambivalenz als Ausgangspunkt

Am Anfang war auch bei mir ein großes „ja aber“.

Die ersten beiden Jahre als Unternehmer waren einerseits großartig, bunt, aufregend, lehrreich:

Ich hatte wunderbare Coaching-Klient*innen, die Beeindruckendes erreicht haben.

Ich konnte kreativ arbeiten, habe Seminare gehalten, Webseiten entwickelt, Videos geschnitten und eine CD co-produziert.

Mit Janin Devi und André Maris war ich als Pianist auf Tour von Dresden bis Wien. Und durfte immer wieder dazu beitragen, mit dem Zauber der Musik ganz wunderbare, herzoffene Menschen noch ein bisschen wunderbarer und herzoffener zu machen.

Mit Christoph Harrach habe ich einen ebenso visionären und fähigen wie menschlich angenehmen Projektpartner gefunden. Gemeinsam haben wir im Herbst die KarmaKonsum X Online-Konferenz mit über 4.000 Teilnehmern organisiert.

Und es gäbe noch so viel mehr zu berichten, nicht zuletzt von der ehrenamtlichen Arbeit hier vor Ort für die Initiative Yogastadt und den famosen Musikclub Red Horn District.

Unterm Strich war da jede Menge Fortschritt und jede Menge Creative Business. Ich habe SEHR genossen, mein Ding zu machen. Einerseits.

Andererseits war die Gründungsphase auch anstrengend. Dazu kam ein Pflegefall in der Familie, was es nicht gerade leichter gemacht hat.

(Keine) Zeit, was zu verändern?

Bis Ende 2017 hatte ich mit dieser Anstrengung keinen guten Umgang gefunden. Sondern im Gegenteil alte, eher ungesunde Muster wieder aktiviert.

Schon im Laufe des Jahres war mir klar geworden, dass ich das verändern möchte. Weil ich gespürt habe, dass ich trotz der ganzen schönen Erlebnisse nicht „rund laufe“.

Dass die Balance nicht stimmt zwischen dem, was ich privat wie beruflich in die Welt gebe, und dem, wie ich für mich selbst sorge.

Vielleicht kennst Du das, insbesondere wenn Du auch selbständig bist:

Es gibt immer etwas, das Du noch tun wolltest, könntest, müsstest. Und dann fällt „halt ausnahmsweise mal“ der Sport aus, oder der Schlaf, oder was immer Dir sonst guttut.

Und „plötzlich“ sind drei Monate um, drei Kilo mehr auf den Rippen – und immer noch mehr als drei Aufgaben zu viel auf dem Tisch.

Ein Teufelskreis, zwei Ausgänge

Diesen Mechanismus zu verstehen ist gar nicht so schwer. Nur heißt das leider noch lange nicht, dass Du ihn sofort ändern kannst.

Vermutlich habe ich im Lauf meines Berufslebens wenige Metaphern häufiger benutzt als die der Holzarbeiter:

„Wir müssen mal wieder die Säge schärfen“, sagt der eine.

Daraufhin der andere: „Geht nicht, wir müssen sägen“.

Veränderungen brauchen ein Mindestmaß an Ruhe und Energie. Und manchmal ist wirklich alle Kraft die Du aufbringen kannst nötig, um zu bewältigen was gerade ansteht.

Dann sägst Du nur und schärfst nicht. Und das Sägeblatt wird wieder etwas stumpfer.

Wie kannst Du aus diesem Teufelskreis aussteigen?

Ich nutze dafür eine Doppelstrategie – vielleicht helfen diese Fragen Dir ja in einer ähnlichen Situation:

  1. Welche kleinen Veränderungen setze ich jetzt schon um?
  2. Wann schaffe ich Raum für eine größere Veränderung?

Im ersten Schritt geht es darum, Deinen Leidensdruck kurzfristig zu lindern. „Ein bisschen was geht immer“, und sei es nur einmal am Tag bewusst und tief zu durchzuatmen …

Der zweite Schritt ist dann eine langfristige, nachhaltige Verbesserung.

Wie die aussehen soll kannst Du mitten im Getümmel meist gar nicht wissen und musst es auch noch nicht entscheiden.

Du entscheidest nur, wann Du Dir Zeit nimmst, es herauszufinden. Wann Du das Verlassen des Teufelskreises zur Priorität machst.

Wo ein Wille ist …

Wichtig an beiden Fragen ist, dass es nicht darum geht, wann Du Raum schaffen oder Dinge verändern kannst. Sondern wann Du es tust.

Ich frage nicht nach Möglichkeiten, weil Veränderungen oft ganz und gar unmöglich erscheinen. Insbesondere dann, wenn Du viel um die Ohren hast.

Stattdessen frage ich nach Entscheidungen. Durchaus auch als Test:

Selbst wenn Du unter der Situation leidest – wenn Du auf beide Fragen keine Antworten findest, bist Du vermutlich noch nicht bereit, wirklich etwas zu verändern.

Wenn Du dagegen für echte Fortschritte offen bist, werden Dir auch Möglichkeiten einfallen.

Weil Du Dich nicht mehr darauf fokussierst, wie „unmöglich“ Deine Situation ist und warum Du „unmöglich“ etwas daran ändern kannst.

Sondern darauf, wie Du eine kleine und wann Du eine große Veränderung möglich machst.

Bist Du Weg-bereit?

Wie sieht es denn bei Dir jetzt im Moment aus – gibt es etwas, das Du wirklich ändern möchtest?

Wenn ja, such gern einmal nach Deinen persönlichen Antworten auf beide Fragen. Das kann ganz schnell gehen:

Eine ruhige Minute, ein erster Entschluss und ein Termin im Kalender – schon kannst Du Dich wieder dem widmen, was Dich bisher von der Veränderung abgehalten hat.

„Bisher“ ist dann vorbei: Du hast den ersten Schritt eines neuen Weges gemacht. Glückwunsch, wenn Du Dich das traust!

Nächste Woche erfährst Du in Teil 2, wie mein eigener Weg aus dem Teufelskreis weiterging – und was es nun mit dem Januar-Experiment auf sich hat.

Ich wünsche Dir bis dahin alles Liebe und Gute für Deinen Weg
– Dein Christian Einsiedel👣

P.S.: Nutze gern die Buttons am Ende dieser Seite um den Beitrag mit allen zu teilen, die davon profitieren können. Danke!

Fotos: Steven VanDesande Jr,  Peder Cho, Nicolai Berntsen & Karsten Würth / Unsplash

Christian Einsiedel

Creative Business Coach

Ich unterstütze kreative Unternehmer*innen dabei, ihre Herzens-Wünsche erfolgreich auf die Welt zu bringen.

Hier erfährst Du mehr über meinen Weg. Wenn Du mit mir arbeiten willst: Auf geht's!

 

Tipps & Infos

Möchtest du kostenlose Inspiration für deinen Weg?

Tipps & Infos

Möchtest du kostenlose Inspiration für deinen Weg?

YouTube aktivieren?

Auf dieser Seite gibt es mind. ein YouTube Video. Cookies für diese Website wurden abgelehnt. Dadurch können keine YouTube Videos mehr angezeigt werden, weil YouTube ohne Cookies und Tracking Mechanismen nicht funktioniert. Willst du YouTube dennoch freischalten?