Polychance, quo vadis? Gutes für 2026!

31.12.2025 | Erfolg, Nachhaltigkeit, Transformation, Wege

Polychance, quo vadis? Gutes für 2026!

31.12.2025 | Erfolg, Nachhaltigkeit, Transformation, Wege

Polykrise und Polychance

Ende 2025 – wie steht‘s um die „Polychance“?

Wer meinen Weg verfolgt, mag sich erinnern – ich hatte den Begriff Ende 2022 vorgeschlagen:

  • Sprachlich war das ein Reflex darauf, dass für „Krise“ und „Chance“ vermeintlich dasselbe chinesische Schriftzeichen steht. Seitdem habe ich gelernt: Zwar kommt in beiden Begriffen das Zeichen 机 vor (jī: „Gelegenheit“ bzw. „wichtiger Moment“). Bei Krisen wird es aber ergänzt um 危 (wēi: „Gefahr“ bzw. „Bedrohung“), bei Chancen um 会 (huì: „Versammlung“, „fähig sein“).
  • Inhaltlich war es ein Reflex auf die Beschreibung multipler Krisen als gemeinsame „Polykrise“. Sie macht auf Zusammenhänge aufmerksam, die über gleichzeitiges Auftreten solcher Krisen hinausgehen. Viel spricht dafür, dass wir nicht nur ein paar Turbulenzen erleben, sondern Zeitenwende, Epochenbruch, etc.

Für Transformation sorgen

Das bietet Anlass zur Sorge. Noch so ein Doppelwort: Viele sind zu Recht besorgt, grundlegende Veränderungen wirken bedrohlich.

Gleichzeitig kann man auch „sorgen für“, also: Transformation mitgestalten. Jeder „wichtige Moment“ bietet auch Chancen auf ganz neue Möglichkeiten – die Raupe kann potenziell fliegen und in bunten Farben schillern (nur eben nicht als Raupe).

Ich finde hilfreich, diese Perspektive im Blick zu behalten. Nicht im Sinne eines Schönmalens, es wäre naiv, die Gefahren der Polykrise zu ignorieren.

Auch nicht als Machbarkeitswahn – die Komplexität unserer Zeit, die durch das Überschreiten planetarer Grenzen und Unterschreiten globaler Gerechtigkeit ebenso getrieben wird wie durch Digitalisierung, demografischen Wandel oder weltpolitische Veränderungen, ist für Einzelne nicht beherrschbar.

Das zu behaupten hieße mit der Philosophin Weyma Lübbe, „deklamatorische Verantwortungsüberlastung“ zu betreiben: Von Individuen moralisch mehr zu fordern, als sie faktisch leisten können.

Es hieße auch, das Wesen von Komplexität zu verkennen – sie lässt sich eben nicht beherrschen, sondern „nur“ dynamisch ko-kreieren.

Die Polychance gemeinsam nutzen

Genau darin liegt die „Polychance“:

Wenn Chancen wirklich durch „Versammlung“ und „Fähigkeiten“ entstehen gilt es, Menschen zusammenzubringen, um gemeinsam neue Kompetenzen aufzubauen und anzuwenden.

Das habe ich 2025 unter anderem auf diesen Ebenen versucht:

  1. Als Nachhaltigkeits-Manager der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe
  2. Als Lehrbeauftragter, Speaker und Autor eines Buchkapitels zu Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)
  3. Als systemisch-integrativer Coach und Coaching-Ausbilder für Dr. Migge Seminare
  4. Als Partner im Netzwerk Land.macht.Zukunft und im Arbeitskreis Kultur- und Kreativwirtschaft der IHK Lippe zu Detmold
  5. Als Ehrenamtler u.a. in der Gemeinwohl-Ökonomie Deutschland und im Kuratorium der Stiftung Gemeinwohl-Ökonomie NRW

Allen, die mich dabei begleitet, gefördert, inspiriert haben und ebenso allen, für die ich in diese Rolle schlüpfen durfte, ein herzliches Dankeschön!

Dazu für 2026 ein transformativer Gruß ganz im Sinne der Polychance: Gutes fürs Neue!

Ich bin gespannt, was dieser Text bei dir bewegt: Schick mir gerne ein Feedback oder kontaktiere mich im reflecta.network, auf LinkedIn, Xing oder Facebook. Ich freue mich, von dir zu hören!

Alles Liebe und viel Erfolg für deinen Weg
– dein Christian Einsiedel👣

P.S.: Wenn du mit mir arbeiten möchtest: Mach den ersten Schritt (kostenfrei & unverbindlich).

KI-generiert
Zuletzt aktualisiert am 2.1.2026

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Christian Einsiedel

Creative Change Consultant

Ich begleite Menschen in Veränderungsprozessen auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Welt.

Als systemisch-integrativer Coach, Consultant, Speaker und Trainer. Mit Wertschätzung & Weitblick, Klartext & Kreativität, Herz & Hirn. Für Wandel mit System.

Hier erfährst du mehr über meinen Weg. Wenn du mit mir arbeiten willst: Auf geht's!

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